Was ist eine Glaskörpertrübung?

Besonders im Zeitalter der Digitalisierung leiden viele Menschen an einer Glaskörpertrübung, die auch als Mouches volantes (französisch für „fliegende Fliegen“) bezeichnet wird. Eine solche Glaskörpertrübung ist zumeist rechtharmlos, stört jedoch das Sehempfinden. Nach einer Weile klingen derartige Beschwerden zumeist von alleine ab.
Mouches volantes werden als stetig schwarze Fliegen wahrgenommen, die vor dem Gesichtsfeld tanzen. Die Ursache für diese Augenerkrankung ist der natürliche Alterungsprozess. Aus diesem Grund beklagen etwa zwei Drittel aller 65- bis 85-jährigen Menschen entsprechende Beschwerden. Auch jüngere Menschen können hiervon betroffen sein, vor allem dann, wenn sie erheblich kurzsichtig sind.

mouches volantes

Wie entsteht eine Glaskörpertrübung?

Der Glaskörper des Auges, der gallertartig ist, füllt den größten Teil des Augapfels von innen aus. Vor diesem liegt die Linse, welche die ins Auge gelangenden Lichtstrahlen optisch aufbricht. Diese gelangen durch den Glaskörper bis hin zur Netzhaut. Diese befindet sich hinter dem Glaskörper und ist als die lichtempfindliche Schicht der Nervenzellen dafür verantwortlich, die Bilder in elektrische Impulse zu verwandeln. So können Informationen über die Sehnerven in das Gehirn weitergeleitet werden.
Der Glaskörper besteht nahezu komplett aus Wasser. Nur etwa zwei Prozent der Masse sind Hyaluronsäure und Kollagenfasern. Normalerweise sind die Bestandteile des Glaskörpers sehr genau angeordnet. Sie wirken durchsichtig und beeinflussen das Einfallen der Lichtstrahlen auf dem Weg zu der Netzhaut kaum. Erst wenn sich diese Anordnung verändert, dann kommt es zu der Glaskörpertrübung mit deutlichen Beeinträchtigungen beim Sehen.

Redactie

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